Paolo Vannini
Paolo Vannini wurde in Florenz geboren, wo er unter der Anleitung von Hans-Joachim Staude wertvolle künstlerische Erfahrungen sammelte. Auch heute lebt und arbeitet er in dieser Stadt.
Von Staude hat er nicht nur Techniken und das Studium von Formen erlernt, sondern vor allem die Leidenschaft für die „Landschaft“. Seine Beziehung zur Natur ist geprägt von einem tiefen Gefühl, das über die rein akademische Auseinandersetzung hinausgeht – er hat sie nicht nur betrachtet, sondern intensiv erlebt und interpretiert.
Seine erste Einzelausstellung fand 1964 statt, in der der junge Maler bereits eine bemerkenswerte Intelligenz zeigte, besonders in seiner individuellen Deutung objektiver Daten, unterstrichen durch eine „fröhliche“ Farbempfindlichkeit. Nach einer Phase reduzierter Aktivität, die durch den Abbruch seines Studiums bedingt war, nahm er seine künstlerische Tätigkeit wieder auf und organisierte zahlreiche eigene sowie andere Ausstellungen, die die beeindruckenden Fortschritte und die reifere Reflexion in seinem Werk offenbarten.
Manchmal ist die Präsenz einer magischen Aura in seinen Arbeiten unverkennbar, hervorgerufen durch die Elemente, die seine Fantasie anregen und Bäume sowie Sträucher auf besondere Weise verwandeln. Besonders bemerkenswert ist die tiefe Liebe und Begeisterung für die Natur, die sich weder durch manieristische Ansätze entmutigen noch durch fantastische Elemente überwältigen lässt.
Seine Wahl der technischen Mittel, insbesondere Acrylfarben, ermöglicht es ihm, die Eindrücke und Emotionen, die die Landschaft in ihm hervorrufen, unmittelbar auf die Leinwand zu bringen. Seine Sensibilität für Farben basiert auf Tönen anstelle von Klangfarben, und die strukturelle Typologie verbindet rationales Maß mit intensiven Suggestionen, was zu einer Malerei führt, die sich nicht durch manieristische naturalistische Anpassungen herabwürdigen lässt.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Stillleben, die im Atelier entstanden sind und durch große Kraft und plastische Festigkeit bestechen. Diese sind zwar selten, aber äußerst gelungen. Insgesamt handelt es sich um eine Malerei, die fernab von abstrakten Interpretationen oder intellektualistischen Synthesen die „Landschaft“ so wiedergibt, wie er sie in seinem ersten Eindruck wahrgenommen und verstanden hat.
Seit 1960 hatte er mehrere Einzelausstellungen und nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen teil. Seine Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen in Italien und im Ausland zu finden. Seit Jahren ist er Mitglied mehrerer kultureller Vereinigungen: Gruppo Donatello, Artisti Fiesolani, Dalle terre di Giotto e dell'Angelico, Circolo degli artisti Casa di Dante.
Über ihn haben geschrieben: Vittorio d'Aste, Giovanni Beltrami, Giuse Benignetti, Alessandra Bruscagli, Gloria Fossi, Vittorio Sgarbi, Gian Carlo losimi, Renato Civello, Roberta Fiorini, Mario Bucci, Ugo Barlozzetti, Federico Napoli, Giulia Ballerini, Alessandra Rontini, Maria Pia Campioni, Dino Pasquali, Daniela Pronesti, Anchise Temperstini